Die Krimihomepage | Francis Durbridge-Homepage | Die Kette (Fernsehfilm, BR Deutschland 1977)

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Die Kette
BR Deutschland 1977, zwei Folgen, mehrteiliger Kriminalfilm

Besetzung

Inspektor Harry Dawson

Harald Leipnitz

Judy Black

Uschi Glas

Chefinspektor Yardley

Herbert Fleischmann

Inspektor Nat Fletcher

Walter Kohut

Mary Rogers

Rosemarie Fendel

Hubert Rogers

Michael Hinz

Heaton Wolfgang Kieling

Sybill Conway

Margot Hielscher

Arnold Conway

Karl-Heinz Vosgerau

Linda Wade

Beatrice Richter

Peter Newton

Klaus Wildbolz

Mr. Dawson, Harrys Vater

Wolfgang Lukschy

Douglas Croft

Jan Niklas

Liz Mason

June Bolton

Marty Smith

Nino Korda

Inspektor Tim Everson

Gunnar Möller

Aufnahmestab

Drehbuch

Francis Durbridge

Deutsche Übersetzung

Marianne de Barde

Kamera

Atze Glanert

Ton

Erwin Metzger
Rolf Schwarze

Schnitt

Renate Struve

Szenenbild

Karl Schneider

Kostüme

Alheid Lupp

Maske

Erika Elfert

Grafik

Roland Junker

Aufnahmeleitung

Derek Whitehurst
Christian Herzog

Regieassistenz

Fanny Wessling

Musik

Dieter Reith

gespielt von

Jender Aggression

und

Jochen Brauer Group

Produktionsleitung

Heinz Recht

Redaktion

Susan Schulte

Produktion

Gig Malzacher

Regie

Rolf von Sydow

Eine Produktion des

SWF
Buch Regie
Francis Durbridge Rolf von Sydow
Sendedaten (ARD)
Teil 1: Sonntag, 18.12.1977, 20.20 Uhr (89 Min.) Teil 2: Dienstag, 20.12.1977, 21.00 Uhr (90 Min.)
Allgemein

Harald Leipnitz, der mit "Die Schlüssel" 1964 zum gefeierten Krimistar wurde, gab in diesem letzten Durbridge-Straßenfeger einen Inspektor zum Besten, der wegen ständiger Übertretung seiner Kompetenzen beurlaubt wird. Dabei wird er gleich in einen Mordfall in der eigenen Familie verwickelt und gerät selbst unter Mordverdacht. Stilecht drehte Durbridge-Routinier Rolf von Sydow nach sechsjähriger Pause diesen letzten Krimi von Francis Durbridge an Originalschauplätzen in London mit einer Besetzung, die sich gewaschen hat: Uschi Glas als zwielichtige Freundin des schmierigen Peter Newton, gespielt von Klaus Wildbolz, Karl-Heinz Willschrei als aalglatter, mysteriöser Mann im Rollstuhl, Wolfgang Lukschy als Mordopfer, Rosemarie Fendel als nervöse Haushälterin, Herbert Fleischmann als schmieriger Scotland-Chef, Walter Kohut als verdächtiger Ermittler, Beatrice Richter als Callgirl, Michael Hinz als schwindliger Versicherungsvertreter und vor allem Wolfgang Kieling als undurchsichtiger Tierhändler, der sich gerne mal mit Callgirls abgibt machen diesen Film - trotz Abnützungserscheinungen - zum Krimivergnügen. Positiv ist die Musik von Dieter Reith und - wie bei von Sydow üblich - der originelle Vorspann.

Teil 1 (Sonntag, 18.12.1977, 20.20 Uhr)

Scotland-Yard-Inspektor Harry Dawson (Harald Leipnitz) wird wegen ständiger Übertretung seiner Kompetenzen vom Dienst beurlaubt - und gerät gleich unter Mordverdacht: sein Vater (Wolfgang Lukschy) wird auf dem Golfplatz tödlich von einem Golfball getroffen, den ein gewisser Peter Newton (Klaus Wildbolz) abgeschossen haben soll. Harry glaubt nicht an einen Unfall, sondern an Mord. Als Newton, in dessen Wohnung sich eindeutige Beweise dafür finden, dass er einen Callgirlring betrieben hat, ermordet wird, ist für Harry die Sache klar. Im Laufe der Ermittlungen, die Harrys Freund Nat Fletcher (Walter Kohut) führt, spielen noch ein verschwundenes Hundehaushalt und ein Mann im Rollstuhl (Karl Heinz Vosgerau) eine wichtige Rolle... (Text: © GP)

Teil 2 (Dienstag, 20.12.1977, 21.00 Uhr)

Mrs. Rogers (Rosemarie Fendel), Harrys Haushälterin, die den Job auf Grund des Todes von Mr. Dawson aufgegeben hat, wird von Harry ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Harry steht nun unter Mordverdacht. Judy Black (Uschi Glas), die Harry bewusst zugespielt wurde, nennt erstmals den Namen des eigentlichen Hintermannes: Tam Owen. Um seine Unschuld zu beweisen, beschließt Harry, den Fall selbst zu klären... (Text: © GP)

Dreharbeiten und Hintergrund

● Gage laut damaliger Zeitungsberichte für Uschi Glas: 30.000 DM.
● Der Durbridge-Krimi "Die Kette" hatte im Gegensatz zu seinen Vorgängern nur zwei Teile. Regisseur Rolf von Sydow begründete das in einem Presseinterview damit, dass der Film so leichter überschaubarer wurde.
● Durbridge gab an, für ein Drehbuch sechs Monate zu brauchen, wobei er oft auch zwei Tage nur da saß, ohne recht weiterzukommen. Er schrieb seine Bücher nie auf der Maschine sondern stets nur mit einem Bleistift. Mit der Arbeit begann er morgens um 9 und hörte zum Lunch auf, gegebenenfalls arbeitete er am Nachmittag weiter, wenn kein Termin anstand. Seine Frau durfte immer das am Tag geschriebene zuerst hören und dann auch kritisieren.
● Der zweite Teil von "Die Kette" fuhr 71,5 % (andere Quellen: 72,5%) Einschaltquote ein und war damit die erfolgreichste Sendung der Jahre 1976 und 1977. Der Film schlug damit eine Inszenierung des Ohnsorg-Theaters, die im März 1976 eine Einschaltquote von 69% hatte. Laut Presseberichten gewann Regisseur Rolf von Sydow damit eine Wette. Er hatte mit Kollegen 2000 Mark gewettet, dass "Die Kette" mehr als 70 Prozent Sehbeteiligung erreichen würde. Rund 28 Millionen Zuschauer waren dann dabei, als Harald Leipnitz auf Mörderjagd ging. Ein erneuter Straßenfeger eben.
● "Die Kette" war der letzte Durbridge-Mehrteiler der ARD, diesmal vom SWF produziert. Als Produzent fungierte Gig Malzacher, der in den 60ern auch als Schauspieler tätig war und unter anderem die Hauptrolle in der 42teiligen Serie "Der Nachtkurier meldet" spielte.
● Regisseur Rolf von Sydow inszenierte zuvor schon WIE EIN BLITZ (1970) und DAS MESSER (1971). Mitte der siebziger fungierte er selbst für den SWF als Produzent für Fernsehspiele eher er hier wieder als freier Regisseur tätig wurde.
● Während der Dreharbeiten wusste niemand, wer der Mörder war, die letzten 13 Seiten des Drehbuchs wurden von Regisseur von Sydow unter Verschluss gehalten. Dazu meinte er: "Für mich ist es psychologisch unheimlich interessant, zu beobachten, wie die Schauspieler ahnungslos an ihrer Rolle herumbasteln". (Hörzu 37/1977)
● Fast alle Personen tragen in der deutschen Version andere Rollennamen als bei Durbridges Originaldrehbuch für die BBC (siehe unter europäische Versionen). Harry Dawson heißt im Original Jack Kerry (in Italien wurde dieser zu Jack Kirby), Yardley heißt Bromford, Nat Fletcher Ed Royce, Sybill und Arnold Conway hießen Charles und Iris Bannister usw. Grund für die Umbenennung war unter anderem, dass jene Durbridgefans, die eventuell die englische (oder gar italienische Version) im Ausland gesehen hatten oder das englische, bereits 1975 erschienene Buch gelesen hatten, nicht gleich auf den Täter schließen oder diesen gar verraten konnten. Bei den Figurennamen von "Das Messer" von 1971 und teilweise "Wie ein Blitz" von 1969/70 ging Meister Durbridge genauso vor.
● Der Kriminalroman von Durbridge erschien 1975 in Großbritannien und 1978 bei Goldmann München in einer Übersetzung von Wulf C. Bergner.
● "Die Kette" war ein Aufwind für die weitere Karriere von Uschi Glas.

● Die Originalaufnahmen entstanden in London, wobei das "Drehhauptquartier" aus einem gelben Bus bestand. Mit der Unterbringung waren die Schauspieler wohl nicht so zufrieden, den Uschi Glas erzählte damals der Hörzu (37/1977): "Auf dem Weg zum Bad zieh' ich mir immer Schuhe an, aus Angst, ich krieg einen Fusspilz". Über ihre Rolle schwärmte die Schauspielerin in der gleichen Ausgabe: "Die Rolle ist faszinierend: mal naives Mädchen, mal raffinierte Lady, mal cooles Callgirl". Für die Rolle war sie ursprünglich gar nicht vorgesehen, Rolf von Sydow engagierte sie vom Stand weg, als sie rank und schlank für eine andere Rolle beim Südwestfunk auftauchte ("Sie hat sich zu einer veritablen Schauspielerin gemausert. Sie hat Format bekommen. Das Kind hat ihr gut getan"). Auch der damals 65jährige Francis Durbridge war mit der Besetzung sehr zufrieden und meinte, nachdem er sie im Londoner Hotel Claridges kennengelernt hatte: "Sie ist genau so, wie ich mir die Besetzung der Figur "Judy Black" vorgestellt habe - sehr wandlungsfähig und sehr sensibel". Söhnchen Benjamin begleitete die Hauptdarstellerin übrigens zu den Dreharbeiten.
Texte: © GP

Entsprechungen der Figuren in den anderen Verfilmungen und im Roman
Englische TV-Fassung Italienische TV-Fassung Französische TV-Fassung Polnische TV-Fassung Deutsche TV-Fassung / Roman
Jack Kerry Jack Kirby Denis Clément Jack Kerry Harry Dawson
Bob Kerry Bob Kirby Mario Clément Bob Kerry Tom Dawson
Ed Royce Ed Royce Vauquelin Ed Royce Nat Fletcher
Bromford Bromford Desailly Bromford Hal Yardley
Douglas Croft Douglas Croft

Xavier Delmotte

Douglas Croft Douglas Croft
Liz Mason Liz Coburn

Éveline Reboul

Liza Mason Liz Mason
Mrs. Lincoln

Mary Mason

Paulette Redon

Freda Lincoln

Mrs. Rogers
Fred Lincoln Clive Mason Julien Redon Leonard Lincoln Hubert Nogers
Rupert Delaney Tony Stewart Marc Jobert Rupert Delaney Peter Newton
Cathy White Kay Richardson Jane Herbin Diana White Judy Black
Doreen Osbourne Jessica Hunter

Éva Peltier

Doreen Osborne Linda Wade
Norman Penn Norman Brook

Antoine Sarrazin

Normann Penn Sidney Heaton
Charles Bennister David Scott Charles Forestier Charles Bennister Arnold Conway
Iris Bennister Mabel Scott Liliane Forestier Iris Bennister Sybil Conway

Cleg Reed

Clegg Reed Robert Prado Cleg Reed Marty Smith
Weitere Verfilmungen

A Game Of Murder (Großbritannien 1966, 6 Folgen)
Giocando una mattina a golf (Italien 1969, 6 Folgen)
La mort d'un champion (Frankreich 1972, ? Folgen)
Brutalna gra (Polen 1976, 3 Folgen)

Roman

Die Kette (A Game Of Murder)

Zuletzt bearbeitet am 03.11.2012
Eine Homepage von Georg P. (GP), 2001-2015

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