Die Krimihomepage | Das deutschsprachige Fernsehkriminalspiel | 1962 | Affäre Blum

Krimi-Fernsehspiele
1952-1989

Hauptseite

Filme nach Regisseuren

Bereits gesichtet

Filme nach Jahren

Filme alphabetisch

Gästebuch

Kriminalistisches

Deutschsprachige Krimiserien

Francis Durbridge Homepage

Nichtkriminalistisches

TV Serien anderer Genres

Fernsehspiele anderer Genres

Sonstiges

Aufsätze & Co.

Kontakt

Forum

Affäre Blum

Erstsendung (ARD):
Donnerstag, 17.05.1962, 21.00-23.00 Uhr

Regie:
Robert Adolf Stemmle

Dauer:
120 Minuten

Inhalt

Deutschland, im Jahre 1926. Ein krimineller jugendlicher Abenteurer namens Karlheinz Gabler verübt einen Raubmord und wird alsbald von der Polizei gefasst. Doch durch ein geschicktes Lügenspiel kann er sich von dem Verdacht lossagen und schwindelt sich aus der Affäre heraus. Mit einfallsreichem Geschick lenkt er die ermittelnde Behörde in eine andere Richtung. Am Ende scheint klar, dass nur der jüdische Fabrikant Jakob Blum ein plausibles Motiv für die Tat gehabt zu haben scheint. Es kommt zur Verhaftung des Fabrikanten. Auch sein unschuldiger Chauffeur wird festgenommen. Karlheinz Gabler geht unterdessen mit seinen Erfindungen immer weiter und belastet Blum dadurch immer stärker. Die Behörde, als auch der Richter lassen sich davon in die Irre führen. Grund dafür ist an der Schwelle zur Hochzeit der Nationalsozialisten die "völkische" Gesinnung der Verantwortlichen, die voller Vorurteile gegenüber der jüdischen Bevölkerung sind. So kommt es, dass nicht mehr die Wahrheit gesucht wird, sondern einzig und allein der Versuch unternommen wird, dem unschuldigen Juden Blum einen Mord anhängen zu können. (Text: © Die Krimihomepage, GP)

Kritik

Der ab 14 Jahren empfohlene Kriminalfall wurde von der Fernsehpresse als sehenswertes Stück Zeitgeschichte beschrieben, der auf Grund rassenpolitischer Vorurteile an die Grenzen des Justizmordes ging.

Zusätzliche Infos & Hintergrundinfos

Regisseur Robert Adolf Stemmle hat als junger Lehrer in Magdeburg die tatsächlich geschehene Affäre Blum beobachtet und miterlebt und sie damals als Vorlage zu seinem gleichnamigen Bühnenstück benützt, das wiederum auf dem Buch zum gleichnamigen Kinofilm von 1948 (Regie: Erich Engel, Darsteller: Hans Christian Blech, Gisela Trowe, Arno Paulsen) basierte. Die SWF-BR-RB-Hörspielproduktion "Affäre Blum" wurde 1953 produziert. Auch hier war Robert Adolf Stemmle für Regie und Buch verantwortlich. Es sprachen Kurt Lieck als Blum, Hans Christian Blech als Gabler (Blech hatte diese Rolle schon im Kinofilm gespielt) und Horst Beilke als Landsgerichtsrat Konrad. Der Stoff wurde also als Buch, Kinofilm, Hörspiel und Theaterstück von Stemmle bearbeitet, warum auch noch als Fernsehspiel? Der Regisseur erklärte, dass der rasche Wechsel an Schauplätzen auf der Bühne nicht so gut möglich war und dass der Film das geeignete Mittel zur realistischen Darstellung der Ereignisse sei.
Der Film wurde am Freitag, dem 11.03.1963 wiederholt.
Regisseur Robert Adolf Stemmle setzte in den Folgejahren viele weitere authentische Gerichtsfälle als Fernsehspiele um: 1963 "
Der Fall Rohrbach", 1964,  "Der Fall Jakubowski" (1964) und in den 70ern die Fernsehreihe "Recht oder Unrecht", in der er bekannte Justizirrtümer behandelte.

Stab

 

Besetzung Aufnahmestab
Karlheinz Gabler Wolf Richards
Christina Burmann Regine Lutz
Hans Fischer Dieter Eppler
Wilhelm Platzer Heini Göbel
Anna, seine Schwester Aenne Bruck
Lucie Schmerschneider Rosemarie Reymann
Dr. Jakob Blum Leonard Steckel
Sabine, seine Frau Eva Vaitl
Karl Bremerq Walter Buschhoff
Frieda, seine Frau Camilla Spira
Erwin Tischbein Rolf Becker
Wilschinsky, Regierungspräsident Paul Dahlke
Dr. Hecht, Landgerichtsdirektor Helmuth Hinzelmann
Konrad, Landgerichtsrat Franz Kutschera
Schwerdtfeger, Kriminalkommissar Walo Lüönd
Lorenz, Kriminalassistent Hanns Bernhardt
Dr. Wormser, Rechtsanwalt Karl-Georg Saebisch
Bonte, Kriminalkommissar Hans W. Hamacher
Zahnarzt Rolf Hübner
Richter Andreas Dahlmeyer
Egon Müller-Franken
Erich Musil
Herbert Schimkat
Wolfgang Schirlitz
Fernsehspiel von Robert Adolf Stemmle
Szenenbild Roman Weyl
Regie Robert Adolf Stemmle
eine Produktion des Südwestfunks Stuttgart

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 07.02.2014

E-Mail: krimiserien - at - hotmail.com | Die Krimihomepage 2000 - 2014 |  Konzeption/ Gestaltung/ Webmaster: Georg P.
Mithilfe (Scans aus alten Zeitschriften): Jakob Oberdacher, Mithilfe (Kritiken): Havi 17
Bitte keine Kopieranfragen!

Besucher seit dem 29.10.2009: Hit Counter by Digits