Die Krimihomepage | Das deutschsprachige Fernsehkriminalspiel | 1963 | Einer unter ihnen

Krimi-Fernsehspiele
1952-1989

Hauptseite

Filme nach Regisseuren

Bereits gesichtet

Filme nach Jahren

Filme alphabetisch

Gästebuch

Kriminalistisches

Deutschsprachige Krimiserien

Francis Durbridge Homepage

Nichtkriminalistisches

TV Serien anderer Genres

Fernsehspiele anderer Genres

Sonstiges

Aufsätze & Co.

Kontakt

Forum

Einer unter ihnen

Erstsendung (ARD):
Donnerstag, 05.12.1963, 20.15-21.45 Uhr

Regie:
Klaus Wagner

Dauer:
70', s/w

Inhalt
Dieses Fernsehspiel ist der erste deutsche Beitrag zur Reihe "Das größte Theater der Welt", das die Europäische Rundfunkunion (UER) ins Leben gerufen hat, nachdem man sich im vergangenen Jahr noch aus "teils künstlerischen, teils produktionstechnischen Gründen" geweigert hat, Terence Rattigans "Der Mann des Tages" zu produzieren. Alljährlich wird ein prominenter Dramatiker beauftragt, ein Fernsehspiel zu verfassen, das alle Eurovisions-Länder in eigener Fassung senden. "Einer unter Ihnen" wird im Dezember in allen 17 europäischen Ländern ausgestrahlt. Wegen des ungewöhnlichen Versuchs des Autors, diesmal die Zuschauer in die Geschehnisse miteinzubeziehen, wurde auf eine Inhaltsangabe verzichtet. (Text: © JO, Die Krimihomepage)
Kritik

Gong 48/1963, Seite 40 zur Erstausstrahlung: "Der katholische Autor, bekannt geworden durch das Diskussionsstück "Der Prozess Jesu", behandelt einen Kriminalstoff. Er wandelt eine auf dem Theater ausprobierte Form, die Einbeziehung des Zuschauers in das Spiel, für das Fernsehen ab. Das Publikum soll an der Rechtssuche teilnehmen und die schwierige Frage nach Schuld oder Unschuld selbst lösen".
Gong 51/1963, Seite 19: "Der Versuch Diego Fabbris, das Kriminalspiel für das "Größte Theater der Welt" noch packender, unmittelbarer, persönlicher werden zu lassen, ist misslungen. [...] Versucht man jetzt (Anm.: nach den Berichten aus Lengede und zum Mord an John F. Kennedy) auch noch, dem Kriminalspiel den Spielcharakter zu nehmen und so zu tun, als ginge es um eine bitterböse Wirklichkeit, die jeden Zuschauer angehen muss, zu deren Klärung man ihn unbedingt braucht, dann werden die Schwächen der Konstruktion besonders deutlich offenbar, und der gebluffte "Mitspieler" reagiert verärgert. Mit Recht. Das Fernsehen ist eben nicht nur Theater sondern auch Instrument der Nachrichtenvermittlung. Und beide Aufgaben sollte man nicht in unzulässiger Weise miteinander verquicken. Außerdem: da werden in eindringlichster Weise Zeugen gesucht, von denen man längst weiß, dass sie gar nicht existieren; gäbe es sie in Wirklichkeit, wären sie bedeutungslos, weil die nächste Spielszene ihre Aussage schon wieder hinfällig werden ließ; da tun Redakteure und Untersuchungsrichter so, als improvisierten sie eine "öffentliche Sitzung", und man merkt, dass jedes Wort eingetrichtert, jeder Satz wohlüberlegt ist. Hat unser "Fernsehgericht" nicht längst verwirklicht, was Fabbri anstrebt? Dem zünftigen Krimifreund am Bildschirm also ist letztlich gleichgültig, ob der Krimi einer Wirklichkeit widerspiegelt oder gut erdacht ist. Er will mitdenken, mitkombinieren. Und er hat es sehr gerne, wenn er am Schluss über das Spiel und die eigenen Anstrengungen befreit lachen kann, wie er es bei amerikanischen Krimis oft darf, die es fertig bringen, sich über sich selbst lustig zu machen".

Zusätzliche Infos & Hintergrundinfos

Nach einem Fernsehspiel von Diego Fabbri. Wiederholt im ARD-Vormittagsprogramm am 24.06.1965.

Stab

 

Besetzung Aufnahmestab
Redakteur Werner Dahms
Dr. Dietrich Robert Freitag
Wolfgang Peters Rainer Brandt
Gerda Grass Ursula Dirichs
Franz Märtens Joost Siedhoff
Achenbach Udo Vioff
Sprengelberg Hans Eick
Arthur Hellwig Dietrich Wernecke
Harald Baumann Peter Fritsch
Pfarrer Götz Olaf Rausch
Herr im Café Robert Lossen
? Helm Bindseil
? Renate Schubert
? Margit Herzog
? Maria Luisa Kammermeyer
? Elmar Gunsch
? Werner Siedhoff
? Karl Heinz Staudenmayer
Kellnerin Luise Bergschmidt
Fernsehspiel von Diego Fabbri
Deutsch von Heinz Riedt
Szenenbild Horst Klös
Regie Klaus Wagner
Eine Produktion des Hessischen Rundfunks (HR)

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 14.02.2015

E-Mail: krimiserien - at - hotmail.com | Die Krimihomepage 2000 - 2015

Besucher seit dem 29.10.2009: Hit Counter by Digits