Die Krimihomepage | Das deutschsprachige Fernsehkriminalspiel | 1964 | Ein langer Tag

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Ein langer Tag

Erstsendung (ARD/ SFB):
Dienstag, 04.08.1964, 21.00 Uhr-21.55 Uhr

Regie:
Wolfgang Liebeneiner

Dauer:
ca. 51'10'', s/w

Inhalt

Kommissar Berger ist mit einem mysteriösen Giftmord betraut. Die in einem kleinen Ort lebende Frau Ostermayer wurde nämlich vergiftet. Ist ihre 29jährige, etwas altjüngferlich anmutende Nichte Elisabeth Schütz, die die nunmehrige Alleinerbin ist, die Täterin? Der Ermittler geht dieser Frage nach und fördert ein grausames persönliches Schicksal zu Tage. Diese tragische Lebensumstände führen zum richtigen Mörder und entlasten Elisabeth, die mit ihrer Tante in einem Haus lebte und von ihr wie ein Dienstmädchen behandelt wurde. Erpressung und Habgier stehen an der Tagesordnung. Erst als Berger Elisabeth festnehmen will, rückt diese mit den wahren Umständen heraus ...  (Text © Die Krimihomepage, GP)

Kritik

Wurde damals für Erwachsene empfohlen (mit dem Zusatz: "besonders kritische Aufmerksamkeit erforderlich")
Dieses stark besetzte, kurze Fernsehspiel erinnert in der Machart stark an eine Episode des "Kriminalmuseums". Paul Dahlke spielt einen sympathischen, einfühlsamen Ermittler, Lis Verhoeven eine vom Leben enttäuschte Endzwanzigerin ohne Perspektiven. Erzählt wird eine spannende Kriminalgeschichte in Form eines Whodunits, die teils in Rückblenden die wahren Umstände des Verbrechens offenbart. Schönes Wiedersehen mit Walter Bluhm, der Stimme von Stan Laurel, und Henning Schlüter, dem später stets schlecht gelaunten Chef des "Alten". (GP, November 2016)
Gong 34/1964, Seite 21: "Arsen und Spitzenhäubchen im deutschen Fernsehen - man wird so leicht kein Stück der letzten Zeit finden, das einen so höchst zwiespältigen Eindruck hinterließ wie der 'Lange Tag' von Maria Matray und Answald Krüger. Sie begann recht verheißungsvoll, [...] Mit schnellen Szenenwechseln hatte Lothar Kompatzki ein paar treffliche Typen hautnah realistisch auf den Bildschirm gebracht: den Wirt, den Malermeister, die reiche Tante (Edith Schultze-Westrum), die schon im Vorspann verstarb und erst später in den Rückblenden kurzfristig wieder auflebte. Und in diesen Rückblenden begann das künstlerische Verhängnis. Die Liebesgeschichte mit einem italienischen Gastarbeiter gedieh zum Courths-Malheurchen mit dem Bild des Geliebten im Gebetbuch, zur Kitschgeschichte auf Groschenheft-Niveau. [...] was so gut anfing, verhedderte sich mehr und mehr in Unwahrscheinlichkeiten und wurde am Ende eine ganz miese Chose. [...] Eine moralische faule Nuss, in der die darstellerischen Leistungen von Lis Verhoeven in der Rolle des Mädchens und Paul Dahlke als rüder Kommissar die einzigen Lichtblicke blieben."
Hörzu 34/1964, Seite 47: "[...] Eine Kriminalstory jener Sorte, bei der sich die Autoren anscheinend erst gegen das Ende hin überlegen, wem sie den Mord in die Schuhe schieben sollen. So was kann man halt nur hinnehmen - und hinterher fühlt man sich gefoppt. Aber Paul Dahlke als Kommissar zu sehen und Lis Verhoeven als scheues, vom Leben benachteiligtes Geschöpf und Walter Bluhm in einer sehr nuancierten Charakterrolle - das machte einiges wett."

Zusätzliche Infos & Hintergrundinfos

Lothar Kompatzki war beim SFB auch als Produzent tätig und stellte in dieser Funktion unter anderem die Fernsehreihe "Direktion City" her. Mitte der 60er inszenierte er zwei Folgen der Serie "Intercontinental Express".

Stab

 

Besetzung  Aufnahmestab
Elisabeth Schütz Lis Verhoeven
Agnes Osterkamp Edith Schultze-Westrum
Kommissar Berger Paul Dahlke
Angelo Paganetti Claudio Isani
Wirt Henning Schlüter
Stieber Reinhold Bernt
Goebel Walter Bluhm
Westhoff Helmut Heyne
Köppke Nikolaus Dutsch
Polizeimeister Kurt Lippert [uncredited]
Frau Pawelski Ursula Kessler [uncredited]
Kundin, Frau Henrichs Erni Berty [uncredited]
Lehrling Franz Hans-Stephan Heyne [uncredited]
Küchenmädchen Brigitte Wischnewski [uncredited]
Erste Frau Susanne Pfenner [uncredited]
Zweite Frau Käthe Kamossa [uncredited]
Erster Mann Bruno Seering [uncredited]
Zweiter Mann Paul Jose [uncredited]
Fernsehspiel von Maria Matray
Answald Krüger
Kamera Bruno Mondi
Schnitt Waltraut Lück
Ton Fritz Schwarz
Regie-Assistenz Frank Winterstein
Aufnahmeleitung Horst M. Springel
Musik Peter Sandloff
Szenenbild Emil Hasler
Günther Naumann
Produktionsleitung Kurt Kramer
Regie Lothar Kompatzki
Eine Produktion des Senders Freies Berlin

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 15.11.2016

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