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Flucht ohne Ausweg
(Teil 1- 3)

Klassiker des Fernsehkriminalspiels

Erstsendung:

09.02.1967, 20.15 Uhr (Teil 1)
10.02.1967, 21.00 Uhr (Teil 2)
11.02.1967, 20.15 Uhr (Teil 3)

Dauer:

90 Minuten (Teil 1)
65 Minuten (Teil 2)
80 Minuten (Teil 3)

Regie:

Franz Peter Wirth

Besetzung

Bert Gregor Hansjörg Felmy
Sandra Karin Hübner
Paul Peter Ehrlich
  Helmut Heisler
  Axel Bauer
  Norbert Gastell
  Willi Anders
  Horst Hochstadt
  Manfred Gunther
  Hermann Lenschau
  Claudia Gerstäcker
  Alexander Hegarth
  Jürgen Arndt
  Karl Tischlinger
  Irmgard Henning-Bayrhammer
  Getraud Mittermayr

Aufnahmestab

Drehbuch Franz Peter Wirth
nach Motiven von Kenneth Donald
Szenenbild Rolf Zehetbauer
Werner Achmann
Kostüme Margit Bárdy
Musik Bert Grund
Ton Heinz Terworth
Schnitt Lilian Seng
Regie-Assistenz Rainer Klingenfuss
Suzanne Holm
Aufnahmeleitung Dieter Minx
Rudolf Stengl
Kamera Gernot Roll
Kurt Brückner
Produktionsleitung Laci Martin
Produktion Helmut Krapp
Regie Franz Peter Wirth
Eine Produktion der Bavaria Atelier GmbH
hergestellt im Auftrag des Südfunks Stuttgart

Inhalt

Teil1: Der Hochstapler und Gewohnheitsverbrecher Bert Gregor hat 300.000 D-Mark unterschlagen. Bevor er verhaftet wird, kann er die Beute jedoch sicher verstecken. In einem Gerichtsverfahren wird er zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Eine Revision findet nicht statt. Ein Grund dafür ist, dass Bert stur behauptet, er sei nicht im Besitz des Geldes und wisse auch nicht, wo es sei. Niemand weiß, dass der vorbildliche, zurückhaltende Häftling bereits an seinem Ausbruch arbeitet. Dieser funktioniert jedoch nur mit Hilfe von draußen: sein Freund Paul ist dabei sein Komplize und besorgt ihm auch einen Unterschlupf. Dort angekommen, erlebt er eine böse Überraschung...

Teil 2: Der Ausbrecher Bert Gregor muss erkennen, dass er - entgegen seiner Planung und seiner Hoffnungen - auch in seinem Unterschlupf nicht sicher ist. Er muss den Plan überwerfen, sich gemeinsam mit seinem Freund Paul mit dem unterschlagenen, in Sicherheit befindlichen Geld, ins Ausland abzusetzen. Bald muss er erkennen, wie viel das Ehrenwort eines Ganovenfreundes wert ist und wird zum Gejagten von Polizei und Unterwelt...

Teil 3: Bert Gregor gelingt es, jene Gangster auszuschalten, die sich wie die Aasgeier auf sein Geld werfen und es ihm abjagen wollten. Die Polizei ist indessen das viel größere Problem. Und dann ist da noch das Geld, das sich an einem Ort befindet, wo er besser nicht aufkreuzen sollte. Kann er Sandra vertrauen und auf sie hoffen? Kann sie ihm die Beute bringen? Sie ist der einzige Ausweg in Berts Augen...


Alle Texte: GP, Die Krimihomepage

Kritik

Die damalige Kritik kreidete Franz Peter Wirth an, dass er in seiner Erzählweise viel zu ausführlich gewesen sei und das der Titel des Films von Anfang an klar machte, dass es für den Protagonisten keinen Ausweg gäbe. Man meinte, zwei Teile wären auch genug gewesen. Positiv wurde die Schlussszene des Films hervorgehoben. Hansjörg Felmys Darstellung des einsamen, sympathischen und gerissenen Gangsters wurde überaus gelobt.
Die Zuschauerkritik fiel zwiespältig aus. Während mein einerseits kritisierte, das man für einen Gangster kein Mitleid - das durch den Film durchaus evoziert wurde - haben könne, lobten andere vor allem die Darstellungskunst Felmys und die Schönheit der weiblichen Protagonistn Karin Hübner. Andere schrieben wieder, dass "Flucht ohne Ausweg" der Beweis dafür sei, dass auch in Deutschland spannende Filme hergestellt werden könnten.
 

Zusätzliche Informationen

Für Hansjörg Felmy war "Flucht ohne Ausweg" die erste Fernsehrolle. Felmy äußerte sich damals gegenüber der Presse zu seiner Rolle: "Diese Geschichte stimmt einfach in allen Details. Deshalb habe ich auch zugesagt. Alles, was man mir bisher angeboten hat, war nicht gut. Und ich habe sechs oder sieben Fernsehdrehbücher genau gelesen. Ich sollte beispielsweise die Hauptrolle in "Melissa" und "Tim Frazer" spielen. Das wollte ich nicht. Eine schlechte Rolle und gleichzeitig verhältnismäßig wenig Geld - da habe ich lieber abgelehnt. Diese Geschichte ist anders. Sie geht vom Klischee weg. Und dann führte auch noch mein Freund Franz Peter Wirth Regie, mit dem ich schon einige Spielfilme gedreht habe".
Die Dreharbeiten 1966 dauerten dreieinhalb Monate. Mehr als drei Viertel des Films wurden in München und im Bayerischen Wald gedreht. Vier Wochen drehte man im Münchner Cornelius-Gefängnis in der Zelle 39. Diesen Drehort hatte sich Regisseur Franz Peter Wirth, der die Handlung des Kriminalromans von Kenneth Donald in die BRD verlagerte, persönlich ausgesucht. Das Gefängnis stand damals nämlich seit zwei Jahren leer und wurde mit Originalutensilien - vom Blechnapf bis zur Holzpritsche - neu ausgestattet. Franz Peter Wirth fand, dass das ziemlich verfallene Gebäude eine optimale Kulisse sei, in der eine optimal originalgetreue und beklemmende Atmosphäre aufgebaut werden konnte. Damit das Gefängnisleben auch hundertprozentig echt erschien, stellte man der Produktion einen pensionierten Gefängniswärter bei, der allen Szenen beratend zur Seite stand.

Bilder 

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Die Krimihomepage 2000-2010 - Diese Seite wurde zuletzt am 17.08.2010 aktualisiert