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Tagebuch eines Frauenmörders

Klassiker des Fernsehkriminalspiels

Erstsendung (ARD):

19.06.1969

Dauer:

105 Minuten

Regie:

Helmut Käutner

Besetzung

Marojan

Siegfried Lowitz

Ileana

Ingrid van Bergen
Calvados Martin Hirthe
Lehmann Günter Pfitzmann
Rudi Böhm Helmut Qualtinger
Dr. Gilbert Manfred Heidmann
Veronique Christa Rosenbach
Kriminalrat Rose Paul Klinger
Kriminalassistent Fischer Hans-Werner Bussinger
Günter Schmidt Udo Vioff
Ursula Elisabeth Wiedemann
Jolanda Christiane Schröder
Dr. Krukenberg Kurt Buecheler
Erika Marianne Pohlenz
Beamter Henning Schlüter
Marja Barbara Morawiecz
Hippie-Killer Gerd Conradt
Kellner Carlo Kluge
Polizist Horst Schultheiss
Fotoreporter Uwe Gauditz
Emmchen Gundula Burkert
Thomas Ben Baumgartner
Erzähler Fabian Wander

Aufnahmestab

Buch

Istvan Bekefi

Bearbeitung

Helmut Käutner
Kamera Kurt Raczeck

Studiokamera

Günter Hertel
Dieter Krause
Hans Schwarz
Kameraassistenz Christian Goes

Schnitt

Friederike Badekow
Bildschnitt Monika Ahrens

Szenenbild

Walter Hallerstede
Kostüme Katrin Dröge

Regieassistenz

Erica Balqué
Walter Baumgartner
Script Hilde Raschke

Ton

Harry Utikal
Bildtechnik Hans-Otto Börner

Maske

Jutta Buddrus
Detlef Frank
Horst Mühlbrandt
Requisite Helmut Deukert
Volker Hase

Aufnahmeleitung

Ferry Putz
Dieter Wehrand
Heinz Wiesner

Produktionsleitung

Kurt Kramer

Produktion

Georg A. Schaaffs
Regie Helmut Käutner

Eine Sendung des

SFB

Inhalt

Der kleine Heiratsschwindler Böhm trifft einen alten Schulkameraden wieder, der als Schriftsteller arbeitet. Lehmann verfasst aufsehenerregende Tatsachenberichte über Spione und Mörder. Als Herr Böhm erfährt, dass er aus der Behauptung, ein Mörder zu sein, Geld machen kann, gibt er sich als Frauenkiller aus. Daraufhin bringt ihn sein alter Schulfreund Lehmann zu seinem Agenten Herrn Marojan. Während der "Tatsachenbericht" in vollem Gang ist, stellt die Polizei die Wahrheit fest und zwar, dass Böhm gar kein Mörder ist. Um die Illustrierten nicht zu enttäuschen fassen Böhm, Lehmann und Agent Marojan schließlich einen perfiden Plan: Böhm soll tatsächlich Frauen ermorden. Ein Opfer ist auch alsbald gefunden, doch "Frauenmörder" Böhm begeht einen fatalen Fehler... (Text © GP, Die Krimihomepage)

Kritik

Die damalige Kritik gab dem Film drei von fünf möglichen Sternen und meinte, dass Qualtingers Darstellung des Bezirksinspektors Pokorny in dem Krimi "Kurzer Prozeß", der nur wenige Tage zuvor ausgestrahlt wurde, die Rolle des Frauenmörders Rudi Böhm in den Schatten stellte. Überhaupt meinte man, dass der Film erst gegen Ende richtig in Fahrt kam. Während Inspektor Pokorny lebensnah dargestellt wurde, kam Rudi Böhm als Frauenmörder allzu sehr gekünstelt herüber. Gelobt wurde die besonders gute Charakterrolle von Siegfried Lowitz, die dieser glänzend einstudiert hatte. Andere Kritiken lobten die bitterböse Geschichte, die am Rande zur Klamotte die Manipulationen der Illustrierten anprangern wollte. Regisseur Helmut Käutner warf man vor, die Geschichte zu wenig gestrafft zu haben.  (GP)

Zusätzliche Informationen

Der 1956 aus Ungarn geflüchtete Istvan Bekef wurde vor allem durch sein skurriles Werk "Der Hund, der Herr Bozzi hieß", bekannt.
Der damals 41jährige Helmut Qualtinger war damals auch schon dem deutschen Publikum bekannt, einerseits durch seine gemeinsam mit Carl Merz erdachte Figur "Der Herr Kerl" andererseits durch Filme wie die Joseph-Roth-Verfilmung "Radetzkymarsch" oder den 18 Tage zuvor im Fernsehen ausgestrahlten Krimiklassiker "Kurzer Prozess", der bereits 1967 gedreht worden war. Das künstlerische Allroundgenie war nicht nur Kabarettist, sondern auch Bänkelsänger, Dichter oder Schauspieler in klassischen Rollen. (GP)

 

Bilder

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