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Der Tod der Schneevögel

Erstsendung (ZDF):
Montag, 04.03.1974, 21.15-22.45 Uhr

Regie:
Dr. Eberhard Itzenplitz

Dauer:
90' ca.

Inhalt
Al Gibbons, Vertreter für landwirtschaftliche Maschinen im amerikanischen Mittelwesten, erfährt im Radio vom grausamen Mord an zwei jungen Mädchen in Florida. Eines der Opfer ist eine junge Frau aus Deutschland, Annelie Felgenhauer. Gibbons bildet sich plötzlich ein, diese Tote sei seine uneheliche Tochter, die er vor zwanzig Jahren als Besatzungssoldat gezeugt, um die er sich jedoch nie gekümmert hat. Vom Wunsch getrieben, den Mörder seiner "Tochter" aufzuspüren, fliegt Gibbons nach Florida ...(Text: © JO, Die Krimihomepage)
Kritik

Gong 12/1974, Seite 18, gibt einen (ganz schlecht) von sechs Punkten: Reinfall in Florida. Ein authentischer Fall sollte nacherzählt werden. Doch er geriet zur Story, die vor Unwahrscheinlichkeiten und offenen Fragen strotzte. War schon der "Held" kaum zu begreifen (doch Menschen stecken eben voller Widersprüche ...), so erst recht nicht der Hoppla-Hopp-"Erfolg" dieses Dilettanten auf Mörderjagd. Was mit Liebe zu Detail und Hintergrund ein handfester Krimi hätte werden können, wurde nur ein Reißer, dem man am Ende noch schnell mit "Kritik" am Faustrecht bemäntelte. Von Kolarz und Itzenplitz erwartete man mehr als ein so unnützes Machwerk.
Bild und Funk 12/1974, Seite 128 schreibt: Der Start ließ viel erwarten: Spannung, Tempo. Doch bald fiel der Held auf Mördersuche ab in endlosen, ermüdenden Trab, was Regie und Kamera, mittrottelnd, bis zum Steinerweichen ins Bild hievten. Schließlich geriet Kolarz mit der Geschichte ins Stolpern, er folgte prompt der Fall. Ein ärgerlicher Reinfall für die Zuschauer. Im übrigen ein Präzedenzfall, wie man eine gute Grundidee mit vereinter Kraft in Grund und Boden fuhrwerken kann.
Hörzu 12/1974, Seite 147 schreibt: Henry Kolarz hat seinen Illustrierten-Krimi zum Psychogramm eines spießigen Gerechtigkeitsfanatikers veredeln wollen. Doch Regisseur Eberhard Itzenplitz ignorierte diese Absicht weitgehend. Die Hinrichtung des Gehetzten inszenierte er schließlich als Ketchup-Orgie. Ein Schauspieler rettete viel: Wolfgang Wahl ... Unheimlich genau trifft er den Typ des moralisierenden Rächers aus Schuldgefühl. Seine großartige Leistung machte "Der Tod der Schneevögel" noch sehenswert.

Zusätzliche Infos & Hintergrundinfos

"Schneevögel" nennt man in Miami frisch eingetroffene Touristen, deren Haut noch keine Urlaubsbräune besitzt. Der Film lässt die Frage offen, ob Gibbons den Tod seiner "Tochter", von der er definitiv nicht weiß, ob sie überhaupt sein Kind ist, zu einer privaten Verbrecherhatz nutzen darf.
Henry Kolatz veröffentlichte seinen gleichnamigen Roman 1969 im Heyne-Verlag.

Stab

 

Besetzung Aufnahmestab
Al Gibbons Wolfgang Wahl
John Murphy Nicolas Brieger
Annelie Felgenhauer Hansi Jochmann
Nelly Chon Petra Redinger
Robert Atwood William Ray
Conchita Perez Olivia Molina
Conchitas Vater Faco Santillian
Sid Petterson Günter Kaufmann
der Alte Robertson White
Conolly Peter Schiff
Harry Manfred Lichtenfeld
Morris Gerhard Jentsch
Mrs. Gibbons Elisabeth Wiedemann
? Rudolf Debiel
? Werner Bruhns
Fernsehfilm von Henry Kolarz
Musik Hans-G. Leonhardt
Kamera Jost Vacano
Regie Eberhard Itzenplitz
eine Sendung des ZDF

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 10.05.2014

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