Die Krimihomepage SPEZIAL | Klassiker des Fernsehspiels | 1959

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Die Fledermaus

Erstsendung (ARD/ NWRV Köln und BR):
Sonntag, 27.12.1959, 20.05 Uhr

Regie:
Kurt Wilhelm

Dauer/ Bild:
?, s/w

Inhalt

1874 in einem Badeort in der Nähe von Wien. Notar Dr. Falke will sich an Gabriel von Eisenstein rächen, weil dieser ihn bei einem Maskenball lächerlich gemacht hat. Er überredet Eisenstein, der gerade eine kleine Gefängnisstrafe anzutreten hätte, am Kostümball des Prinzen Orlofsky teilzunehmen und stellt ihm reizende Damenbekanntschaften in Aussicht. Eisenstein landet ihm turbulenten Verlauf dieses Festes letztendlich ahnungslos in den Armen seiner Frau Rosalinde, während die von Dr. Falke inszenierten Verwicklungen in der Gefängniskanzlei ihren Höhepunkt erreichen ... (Text © JO, Die Krimihomepage)

Wissenswertes
Wiederholt im ARD-Abendprogramm am Samstag, 1. Oktober 1960, 20.25 Uhr.
Kritiken

Hörzu 3/1960, Seite 37: "[...] Diese Operette hat mit Silvester genausowenig zu tun wie andere Operetten. Es liegt also kein Grund vor, sie so oft zu wiederholen, bis sie auch dem letzten Operettenfreund verleidet ist. Es verdient Erwähnung, dass das Deutsche Fernsehen zweimal hintereinander mit der Gewohnheit gebrochen hatte. Höchste Zeit also - meinten die für die Unterhaltung Verantwortlichen -, der 'Fledermaus' zu ihrem Recht zu verhelfen. Offenbar war ihnen aber nicht ganz wohl in ihrer Haut. Deshalb verschafften sie sich ein Alibi, in dem sie die obligatorische Silvester-Fledermaus auf den 27. Dezember vorverlegten. Kurt Wilhelm, trotz seines Misserfolgs beim 'Walzertraum' mit der Regie beauftragt, versuchte mit allen Mitteln, die Berechtigung der Inszenierung zu beweisen. Er schuf eine eigene Fernsehbearbeitung, indem er die übliche Fassung durch einige Personen (Graf Bobby!), durch Kalauer und Ballett-Einlagen erweiterte. Wiener Scharm wurde zu bajuwarischer Deftigkeit. Den Gegnern seines Double-Verfahrens goss Kurt Wilhelm selber Wasser auf die Mühlen durch krasse Fehlbesetzungen. Das Verfahren hat doch nur einen Sinn, wenn die Schauspieler, die statt der Sänger agieren, den vom Autor gewünschten Typen genau entsprechen. Das traf aber höchstens bei Friedrich Schoenfelder als Eisenstein und Gerlinde Locker als Adele zu. Während der Ouvertüre blätterte Kammerkätzchen Adele in einem Bilderbuch. Die Bilder sollten den Zuschauern die Vorgeschichte der Fledermaus erzählen. Aber wer ist wohl dahintergekommen? Das war so verschnörkelt und verklausuliert, dass man gut tat, die Augen zu schließen und der Musik zu lauschen. Die Musik war das wirklich Erfreuliche an diesem Abend. Dirigent Franz Marszalek, die Sänger und das Orchester musizierten echten Strauß, spritzig, beschwingt, wienerisch. Retten konnten sie die Aufführung nicht."
TV Fernseh-Woche 3/1960, Seite 16: "Nicht gespart hatten Köln und München bei der 'Fledermaus'. Besonders der 2. Akt - das Fest des Fürsten Orlowski - ging mit einem szenischen Aufwand vonstatten, wie man ihn sonst nur vom Film her kennt. Großartige Fotografie von sechs Kameras, wirkungsvolles Dekor, gutes Ballett und prächtige Stimmen."
Gong 39/1960, Seite 36 zur Wiederholung: "Die ziemlich frivole Handlung, die freilich durch die beschwingte Musik Johann Strauß' ins Heiter-Musikalische hineingehoben wird, ist von Kurt Wilhelm glanzvoll inszeniert."

Stab

 

Besetzung Aufnahmestab
Gabriel von Eisenstein Friedrich Schönfelder
Rosalinde, seine Frau Nadja Gray
Adele, ihr Stubenmädchen Gerlinde Locker
Prinz Orlofsky Horst Uhse
Dr. Falke Wolf Ackva
Gefängnisdirektor Frank Benno Kusche
Alfred, Sänger Fred Kraus
Dr. Blind, Advokat Willi Hoffmann
Frosch, Gefängniswärter Michl Lang
Ida Helga Memala
Operette von Carl Haffner und Richard Genée
Mit der Musik von Johann Strauß
Musikalische Leitung Franz Marszalek
Szenenbild Walter Dörfler
Choreographie Dia Luca
Fernsehbearbeitung und Regie Kurt Wilhelm
Eine Koproduktion NWRV Köln
mit dem Bayerischen Rundfunk

Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 04.01.2019

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