Die Krimihomepage EXTRA | Klassiker des Fernsehspiels | 1969

Der Vetter Basilio
(Teil 1 und Teil 2)
Regie:
Wilhelm Semmelroth

Sender: ARD, Erstsendung:  03.07.1969 + 05.07.1969, Dauer: 97 + 110 Minuten, Farbe

Inhaltsangabe

1. Teil: In einer schäbigen Hotelabsteige trifft sich Luiza mit ihrem Vetter Basilio. Die beiden haben ein Verhältnis, die junge hübsche Frau ist aber mit der Liebe nicht ganz glücklich. Glücklich ist hingegen die Ehe des Ministerialbeamten Jorge mit seiner Frau Luiza, bis eines Tages Basilio auftaucht, um die Frau zu erobern... (Text © GP, Die Krimihomepage)
2. Teil: Basilio reist ab. Das Leben für Luiza wird damit zur Hölle, zumal ihr Geliebter nichts mehr von sich hören lässt. Umso schlimmer wird es für sie, als sich die Rückkehr ihres Mannes Jorge nähert. Sie bekommt außerdem Angst vor den Dienstboten, die Zeugen des Ehebruchs wurden und versucht mit Geschenken ihr Schweigen zu erkaufen. Das Dienstmädchen wird daraufhin unverschämt und stellt immer höhere Anforderungen...
(Text © GP, Die Krimihomepage)

weitere Informationen

In Portugal gehört der sozialkritische Roman "O Primo Bazilio" von Eça de Queiróz (1845—1899) zur verpflichtenden Schullektüre. Regisseur Wilhelm Semmelroth bezeichnete den Roman damals als eine echte Tragödie. "Der Konflikt zwischen Herrschaft und Dienerschaft, der sich Ende des 19. Jahrhunderts abspielt, ist auch heute noch ein interessanter Stoff." sagte er damals. Die Außenaufnahmen zu dem Fernsehspiel wurden an den Originalschauplätzen in Lissabon gedreht. Während der Vorbereitungen wurde auch die passende Außenkulisse für das zentrale Haus gefunden, und zwar in der Alfama der Altstadt. Die Innenaufnahmen wurden im Fernsehstudio in Köln gedreht. Hans von Borsody sagte damals über seine Rolle: "Die Rolle des Vetters Basilio« hat mir großen Spaß gemacht. Ich spiele sehr gerne Liebesgeschichten. Außerdem fällt der Basilio endlich aus dem Rahmen meines bisherigen Rollenfachs »jugendlicher Held«".
Während der Dreharbeiten gab es Probleme, weil die portugiesischen Statisten streikten. So mussten sich Leute aus dem Aufnahmestab für einige Szenen in Portugiesen verwandeln - darunter Regisseur Semmelroth, Ausstatter Haferung (der gleich fünfmal durchs Bild marschiert: mal als Straßenkehrer, mal als Matrose und dreimal als Bürger), der Filmteamdolmetscher, seine Kinder, seine Frau, sein Schwager und seine Schwägerin. Außerdem zu sehen: Aufnahmeleiter, Kostümbildnern und Maskenbildner.

Besetzung

Diana Körner (Luíza), Erich Hermann Schleyer (Jorge), Hans von Borsody (Basilio), Ingeborg Lapsien (Juliana), Edda Pastor (Joanna), Elfriede Stahl-Schulze (Felicidade), Hans Timerding (Kanzleirat), Günter Lamprecht (Sebastião), Hans-Joachim Schmiedel (Julião), Reinhard Musik (Ernestinho), Birke Bruck (Leopoldina), Grete Wurm (Tante Victoria), Ernst Stankovski (Reynaldo), Max Mairich (Mastro), Jean Pierre Zola (Azurara), Hansjakob Gröblinghoff (Dr. Caminha), Tamara von Rummell (Marianna), Wilhelm Semmelroth, Adalbert Serger, Brigitte Scholz, Paul Haferung

Aufnahmestab

Fernsehspiel von Gerd Angermann
nach dem Roman von José Maria Eça de Queiróz
Maske: Adalbert Serger
Kostüme: Brigitte Scholz
Kamera: Hans Braun
Musik: Hans Jönsson
Szenenbild: Paul Haferung
Regie: Wilhelm Semmelroth
eine Produktion des WDR

Die Krimihomepage - Zuletzt bearbeitet am 05.08.2010