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Kommissar Freytag |
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Besetzung |
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| Kommissar Werner Freytag | Konrad Georg |
| Kriminalhauptmeister Peters | Willy Krüger |
| Kriminalbeamter Junkermann | Dieter Möbius |
| Dr. Kamberger | Helmuth Schneider (1. Staffel) |
| Dr. Stephan, Polizeichemiker | Ralf Gregan (3. Staffel) |
| Kriminalbeamter Steinauer | Manfred Spies (3. Staffel) |
| Hilde Freytag, Ehefrau | Ursula Traun |
| Franziska Freytag, Tochter | Michaela May |
| Kriminalbeamter Holzer | Gerhard Einert |
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Aufnahmestab |
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| Buch und Idee | Bruno Hampel |
| Musik | Bernd Grund |
| Kamera | Dieter Liphardt |
| Erich Küchler | |
| Kameraassistenz | Peter Tost |
| Klaus Schumann | |
| Bauten | Wolf Englert |
| Robert Stratil | |
| Ernst H. Albrecht | |
| Aufnahmeleitung | Günter Sturm |
| Siegfried Wagner | |
| Produktionsleitung | Siegfried Wagner |
| Werner Wappler | |
| Werner Drake | |
| Regisseure | Michael Braun |
| Hans Stumpf | |
| Eine Produktion der | iFi |
| Produzent | Hans Hoenicka |
| im Auftrag der | HR-Werbung |
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zusätzliche Angaben |
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| 39 Folgen / Staffeln | 3 à 13 Folgen |
| Produktionszeit | 1963-1965 |
| Dauer / Folge | 23 Minuten |
"Kommissar Freytag" war eine der ersten deutschen Kriminalserien mit
einem "durchgehenden" Kommissar (das heißt, dass in jeder Folge der gleiche
Ermittler tätig war). Gespielt wurde der im Titel genannte Protagonist von
Konrad Georg, der für diese Rolle schon als Mister Ross in den beiden Durbridge-Serien "Tim Frazer" und "Tim Frazer-Der Fall
Salinger" üben konnte. Werner Freytag löst seine Fälle mit klarem Kopf und
kriminalistischem Spürsinn, setzt aber auch auf Teamarbeit. Zu seinem Team
gehört vor allem der offensichtlich ältere Assistent Peters (gespielt von Willy
Krüger), dessen Eigenart es ist, stets eine Fliege zu tragen. Es gibt noch zwei
weitere Assistenten, die weniger oft auftauchen, nämlich Inspektor Junkermann
(Dieter Möbius) und Inspektor Steinauer (Manfred Spies, vor allem 3. Staffel).
Außerdem werden am Rande die Kriminalbeamten Plösch (vor allem Staffel 1) und
Holzer (Staffel 3) erwähnt. Schließlich taucht der
Laborchemiker Dr. Stephan (in Staffel 3) auf, der von Ralf Gregan gespielt wurde (er
arbeitete später oft mit Dieter Hallervorden als Autor und Regisseur zusammen).
In der ersten Staffel hieß der Laborchemiker Kamberger und wurde von Helmuth
Schneider verkörpert. Freytag ist mit Hilde (Ursula Traun) verheiratet und hat eine kleine Tochter namens
Franziska, die ganz wild auf Kriminallektüre ist. Gespielt wurde diesmal von
Gertraud Ostermayr, die heute als Michaela May bekannt ist. In den
neununddreißig Folgen kümmert sich der Kommissar um alles - so ermittelt er
sowohl in einfachen Diebstählen und Überfällen, als auch in Einbruchs- und
Betrugsdelikten bis hin zu Entführungen oder richtigen Mordfällen (z.B.
"Feuer, Wasser, Kohle", "Tod auf Rentenbasis", "Silberknauf mit Elfenbein").
Manchmal sind seine Fälle aber auch sehr banal (z.B.
"Teurer Umzug"). Die Bücher
zu den durchwegs spannenden Geschichten schrieb Bruno Hampel, der später unter anderem
noch für viele spannende "Tatort"- und "Der Alte"-Episoden
sorgte (beim "Alten" bediente er sich übrigens nochmals eines Freytag-Sujets
und zwar gibt es auffällige Parallelen zwischen Freytags Fall "Damals in
Leverkusen" und Kösters Fall "Die Angst des Apothekers". Auch die
50. "Polizeifunk ruft"-Episode "Vor der Verjährung" basiert auf dem
Leverkusen-Stoff). Dr. Michael
Braun, der neben Hans Stumpf für die Regie verantwortlich war,
hinterließ später noch in allen großen Krimireihen seine Handschrift: unter anderem
in "Derrick", "Der Kommissar", "Ein Fall für zwei",
"Der Alte", "Tatort" und "Sonderdezernat K1". Von
ihm stammte auch die legendäre Science-Fiction-Serie
"Raumpatrouille", der Straßenfeger "Verräter" (1967),
Folgen der Krimireihen "Graf Yoster gibt sich die Ehre",
"Isar 12", "Die seltsamen Methoden des Franz Josef
Wanninger" und "Polizeiinspektion 1" (dies aber nur als Auswahl).
In der aller ersten Kommissar-Freytag-Folge "Indiz im Schulterblatt"
spielt er übrigens eine Nebenrolle als Apotheker. Über Hans Stumpf ist weniger bekannt, er war
unter anderem Regieassistent bei Paul May bei Artur Brauners
John-Knittel-Verfilmung "Via Mala" und inszenierte in den 70ern die
Kinderserie "Kli-Kla-Klawitter" sowie den TV-Film "Das Geheimnis der
Mary Celeste" mit Hans-Joachim Kulenkampff.
In dieser Reihe treten viele bekannte TV-Nebenrollen-Gesichter auf, zum Beispiel Michael Gahr, Bum Krüger, Reinhard Glemnitz ("Heines" aus "Der
Kommissar"), Wolfgang Völz, Alexander Kerst, Wolfried Lier, Karl Bockx, Fritjhof Vierock,
Hannes Kaetner, Ellen Umlauf, Hans Stadtmüller, Helmut Alimonta, Willy Schultes,
Willy Schäfer ("Berger" aus "Derrick") u.v.a. Aber auch der damals unbekannte Rolf Schimpf ("Der Alte")
spielte in der erfolgreichen Kriminalserie als
Dieb in der Episode "Teurer Umzug" mit. Der Regisseur Johannes Schaaf
trat genauso darin auf, wie seine Ehefrau Rosemarie Fendel (z. B. bekannt als
Frau des "Kommissars" mit Erik Ode). Die Serie spielte in München und
wurde auch dort gedreht, auch wenn in der Episode "1:0 für Frankfurt"
der Kommissar mit einer Zeugin nach München reist - ein klassischer
Produktionsfehler, wo er doch in allen restlichen Folgen dort ermittelt und
sogar regelmäßig aus dem Münchner Polizeipräsidium in der Ettstraße kommt.
Die Produktion war um örtliche "Neutralität" bemüht, der Name "München" fällt
nie, es ist immer nur von "unserer Stadt" die Rede. Apropos Produktionsfehler: in der Folge "Grauer Wollhandschuh links" haben die
beiden Aufnahmeleiter Siegfried Wagner und Günter Sturm wohl geschlafen, denn
zuerst wird Kommissar Freytag vormittags vom Frühstück im Bett (und wie so oft
von seinem freien Tag) weggeholt, als er in der Bank, in der der Kassierer
erschossen wurde, ankommt, ist es bereits 18.15, wenig später ist Peters im Büro
und die Uhr zeigt 17.15! In der Folge "Ein schwarzer Germane" wird ein
LKW-Fahrer bei Frankfurt von der Autobahnpolizei aufgehalten. Die Polizisten
sprechen jedoch nicht hessischen, sondern bayerischen Dialekt. Ausgestrahlt
wurde die Serie zunächst im Regionalfenster des Hessischen Rundfunks, später
aber auch in allen anderen ARD-Programmen, allerdings mit unterschiedlicher
Episodenfolge. Die hier aufgelisteten Episoden entsprechen der
Erstausstrahlungsreihenfolge des Auftraggebers HR. Übrigens: die Serie, die, wie
weiter oben bereits erwähnt, sehr erfolgreich war, wurde eingestellt, weil
Konrad Georg nach drei Staffeln nicht mehr wollte. Er hatte Angst auf einen
Rollentyp festgenagelt zu werden. Zudem waren 39 Folgen zum Produktionszeitpunkt
schon die größte Episodenzahl, die eine deutsche Vorabendserie bis dato erreicht
hatte.
Der Regisseur Dr. Michael Braun, dessen Hobby Kochen war und der für
ausgezeichnete Restaurantbesuche mit seinem Team während der Dreharbeiten
bekannt war, definierte die Serie in einem damaligen Zeitungsinterview wie
folgt: „Ein Versuch, auf sehr sachliche
Weise in dreizehn Folgen das Bild eines Kommissars und seiner Arbeit zu
zeigen!“. Eine der Freytag-Episoden war die 100. Produktion von Hans Hoenicka,
der damals gleichzeitig sein zehnjähriges Firmenjubiläum mit Freibier am Set
feierte (die Presse berichtete darüber mit Bildern).
Konrad Georg (1914-1987) wurde die Rolle angeboten, nachdem er den
Secret-Service-Chef Charles Ross in zwei Francis-Durbridge-Sechsteilern gespielt
hatte, eine Rolle, mit der er auf der Straße damals auch ständig identifiziert
wurde.
Der Vorspann der Serie
erinnert etwas an das damalige Edgar-Wallace-Flär. Ein unheimlicher Stadtteil,
es ist Nacht. Musik erklingt. Ein Mann tritt ins Bild, sein Gesicht bleibt im
Dunkeln. Langsam steigt er eine Treppe hinauf. Die Musik verschwindet,
unheimlich laut hört man seine Schritte. Oben angekommen bleibt er stehen und
tritt ins Licht. Nun sieht man, dass es Kommissar Freytag ist. Der Mann schaut
nach links und rechts, dann ertönt wieder die Musik von Bert Grund, der
Schriftzug "Kommissar Freytag" wird eingeblendet, anschließend auf
schwarzem Hintergrund "Kriminalserie von Bruno Hampel" und
schließlich der Folgentitel.
Text
© GP, Die Krimihomepage
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Episodenliste/ Episodenführer |
| Nr. | Titel |
Erstsendung HR-Regional |
Buch | Regie |
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Staffel 1 |
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| 1 | Indiz im Schulterblatt | 06.12.1963 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 2 | "Nur" ein Verkehrsunfall | 20.12.1963 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 3 | Mit Bewährungsfrist | 03.01.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 4 | Feuer im Büro | 17.01.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 5 | Treffpunkt Rolltreppe | 24.01.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 6 | Weißer Marmor aus Athen | 31.01.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 7 | Der rettende Stempel | 28.02.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 8 | Ein "Sergeant" greift ein | 13.03.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 9 | Vergangenheit gegen bar | 10.04.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 10 | Der Lodenmantel | 24.04.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 11 | Teurer Umzug | 08.05.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 12 | Spur nach Berlin | 22.05.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 13 | Dora tanzt - Richard hängt | 19.06.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
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Staffel 2 |
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| 14 | Der Schatten | 17.07.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 15 | Grauer Wollhandschuh links | 14.08.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 16 | Ein schwarzer Germane | 28.08.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 17 | Damals in Leverkusen | 11.09.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 18 | Sechs Pfund süße Träume | 25.09.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 19 | Feuer, Wasser, Kohle | 09.10.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 20 | Hunde, die bellen ..... | 23.10.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 21 | Briefe aus Sydney | 06.11.1964 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 22 | Am Abgrund | 20.11.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 23 | Die Augenzeugin | 04.12.1964 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 24 | Achtung - Reifenstecher | 18.12.1964 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 25 | Nachtleerung null Uhr dreißig | 08.01.1965 | Bruno Hampel | Michael Braun |
| 26 | Hundert Limousinen | 22.01.1965 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
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Staffel 3 |
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| 27 | Tod auf Rentenbasis | 05.11.1965 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 28 | Einkauf nach Mitternacht | 19.11.1965 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 29 | Frau Tanners Testament | 03.12.1965 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 30 | Schließfach 1026 | 17.12.1965 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 31 | Rendezvous am Rabenkopf | 07.01.1966 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 32 | Fahrerwechsel | 21.01.1966 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 33 | Hundertstel Blende Acht | 04.02.1966 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 34 | Silberknauf mit Elfenbein | 18.02.1966 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 35 | Schmutzige Dollars | 04.03.1966 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 36 | Sieben Tropfen Wermut | 18.03.1966 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 37 | 1:0 für Frankfurt | 15.04.1966 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 38 | Zampo der Gerechte | 29.04.1966 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
| 39 | Blüten aus Las Vegas | 20.05.1966 | Bruno Hampel | Hans Stumpf |
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